freie Gärten

KGA “Rosengarten e.V”
Schönerlinder Weg 20
13125 Berlin

E-Mail an den Vorstand

 

 

 

 

 

 

Stand: 26.12.2018

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Chronik Beginn

Unser Rosengarten - wie alles begann.

Entstanden ist sie, weil zwischen der Kniprodestraße und der Lichtenberger Straße eine Verbindungsstraße gebaut werden sollte. 74 Familien der Kleingartenanlagen „Kniprodestraße“, Pflanzenfreunde“ und „Oranke“ mussten ihre Parzellen räumen, denn die zu bauende Hansastraße führte quer hindurch. 1982 wurde eine Arbeitsgruppe „Verlagerung“ gebildet, die den Umzug der „Räumer“ auf eine Ersatzfläche organisierte. Einige Kleingärtner gaben aus Altersgründen auf, andere hatten Glück und bekamen in den umliegenden Anlagen freiwerdende Parzellen. So zogen nur 21 Familien auf die Ersatzfläche. Im Frühjahr 1985 konnte sich jeder der „Räumer“ eine Parzelle und den gewünschten Bungalowtyp aussuchen.
Am 22. Juni 1985 war die Übergabe und alle 21 „Verlagerer“ standen auf dem Feld in Karow: Offene Gräben für spätere Leitungs- und Kabelverlegung, Quecken und Disteln weit und breit. Ein trostloser Anblick! Mit einem Zentner gemischter Gefühle auf den Schultern sah man sich um! Stöckchen markierten die Parzellengrenzen. Das Wegenetz war mit faustgroßen Steinen befestigt. Wasser gab es aus dem Hydranten, Strom aus dem Bauwagen am S-Bahn-Bogen. Aus dem verwilderten Feld sollten einmal so schöne Gärten werden wie die, die man schweren Herzens aufgeben musste?
Jeden Tag nach Feierabend arbeiteten wir auf der neuen Parzelle. Bereits Mitte Juli standen die ersten Fundamente, 14 Tage später die ersten Bungalows. Im Herbst wurden die Bäume, Sträucher, Stauden und Erdbeeren aus den ehemaligen Gärten gepflanzt.
Zum Frühjahr des nächsten Jahres lichtete sich die endlose lange Warteliste im damaligen Kreisverband des VKSK Weißensee. 53 weitere mutige Familien richteten sich bei uns ein.
Im Laufe der Zeit waren die Wasserleitungen und die Elektroleitungen verlegt, die Wege befestigt, eine Gesamtumzäunung errichtet... Alles freute sich, es ging voran.
Jenseits des Rübländer Grabens hatten schon zwei Jahre zuvor 21 Gartenfreunde mit der Erschließung ihrer Parzellen begonnen. Sie hatten weder Wasser noch Strom und schlossen sich uns aus ganz naheliegenden Gründen an. „Rosengarten“ zählte nun schon 95 Parzellen.
Laut ursprünglicher Planung hatten wir viele Gemeinschaftsflächen in der Anlage – zu viele. Wir haben sie ab 1986 Stück für Stück parzelliert, so dass unsere Anlage auf 105 Parzellen wuchs.
Aus dem verwilderten Feld voller Quecken und Disteln sind blühende Gärten mit Obstbäumen, Gemüsebeeten und Blumen geworden.
Mit der Wende und der Währungsunion in den Jahren 1989/90 veränderte sich auch bei uns so manches. Die Freude darüber, dass es nun alles zu kaufen gab, was ein Kleingärtnerherz höher schlagen lässt, wurde getrübt durch neue, für uns unbekannte Gesetze, neue Flächennutzungs- und Bebauungspläne für Berlin und besonders ungünstige für Weißensee, Bemühungen der Grundstückseigner, ihren Grund und Boden zurück zu erhalten, um höhere Pachten zu vereinbaren, überhaupt ständig steigende Preise u.v.m.
Aber wir hielten zusammen und traten 1990/91 geschlossen dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Weißensee bei.
In dieser Zeit lernten wir Mitglieder des Kleingartenvereins „Heinrich Förster“ aus Düsseldorf kennen. Seither erlebten wir gemeinsam viele schöne Stunden. Viele gärtnerische Erfahrungen haben wir ausgetauscht, viele Fragen der Vereinsgründung geklärt, denn nach der Wende mussten wir lernen, uns mehr und mehr mit rechtlichen Belangen auseinander zu setzen.
Wir lernten aber auch, dass der Garten und die Gemeinschaft uns gerade in schweren Zeiten das Besondere geben können.
„Rosengarten“ ist eine schöne Kleingartenanlage geworden, in der Erholung im Grünen möglich ist und das Schwätzchen übern Gartenzaun zum Alltag gehören, denn wir sind in diesen Jahren zu einer engen Gemeinschaft zusammen gewachsen. Wir sind uns einig darin, alles für den Erhalt unserer Kleingartenanlage zu tun. In diesem Sinn – das mag pathetisch klingen – gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt zur Vollendung des zweiten Jahrzehnts.

Eberhard Otto


Und an dieser Stelle wollen Ihnen wir noch „Knüppelverse“, vorgetragen von Jürgen Semlow im Haus am Köllnischen Park anlässlich der Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum unserer Anlage bekannt geben.

Zehn Rosen zum Geburtstag

(oder „Zehn Knüppelverse von der edelsten Sorte“)

  1. Vor 10 Jahren wurde der „Acker“ zwischen S-Bahn und Str. 94 erschlossen
    Strom, Wasser und Zaun waren da, die Ersten kamen - unverdrossen
    ging es an den Laubenbau (Tag und Nacht) - jeder Spatenstich wurde begossen
    fragt Deters, Schemmes, Radlanskis, auch Martina sagts, Arbeit gab’s, auch Possen.

     
  2. Vor 10 Jahren wurde der „Rosengarten“ geboren
    um Roland Laurisch hatten sich die Gründer verschworen.
    Dazu Kunaths, Reeses, Becksteins, Schulzes als Organisatoren
    und Schemmes, Tschockelts, Radlanskis als Mitbegründer auserkoren.

     
  3. Von Anfang an aktiv im Vorstand und im Garten
    Martina Jäckel war, erst „Geldfrau“ - heute „Chefin“ vom „Rosengarten“.
    „Gute Geister“ unsrer Truppe gab es viele - ohne auf Anstoß zu warten,
    packten sie zu, W. Buchholz, W. Gelhaar, M. Weiß oder J. Möckel - in allen Sparten.

     
  4. 89/90 war’s, in unserer Chronik war’s die Halbzeit
    begann für unsern „DDR-e.V.“ die neue Zeit
    Unruhe - Umdenken - „was kostet was?“ „Wes ist das Land nun weit und breit?“
    Heut ist´s klar: Mit viel Geld und als neuer „e.V.“ - gegen alles gefeit!

     
  5. Es hat sich was getan im Verein in Karow
    immer am Freitagszustrom sieht man’s, jeder ist froh,
    wenn er „einrücken“ kann, zum Gärtnern, Plauschen - na und - zum Grillen sowieso
    Erholung gibt’s, viel Hilfe übern Zaun - und Feten mit Hallo!

     
  6. Da gab und gibt es schon kuriose Geschichten
    „Bäuerlein“ Zick im Wasserloch / ein Imker kam, über Bienen zu dichten
    Günter sprach zu allen: „...liebe Genossen...“, Moni konnte über S-Bahnsurfer berichten.
    Andreas jagte die Einbrecher, auch auf Tratsch / Klatsch mussten wir nicht verzichten.

     
  7. Eine schöne Langzeitgeschichte nahm vor 4 Jahren ihren Lauf,
    erstmals kamen Freunde aus Düsseldorf, „gülden ging die Sonne auf!“
    Freundschaften, Erfahrungen hin und her und Pils und Alt im Maß u. zu Hauf.
    Gruß dem Spitzenchor - auf Freude und Freunde - wir trinken eins drauf!

     
  8. Es ist schon schöner geworden, seht euch nur mal die neue Zeile an der 94 an
    nicht nur Blumen, Erdbeeren, Kirschen, Tomaten ziehen uns jährlich an.
    Die Lauben neu verhüllt, schmucke Zäune und Hecken, oft, dass man nicht mehr
    drüberschauen kann.
    Die Zwerge grüßen, Lampions leuchten, auch Ökoecken, Teiche dann und wann.
    Auch Hunde bellen, Bike-Bremsen quietschen, S-Bahn und Baulärm dazu - Mann o Mann!

     
  9. International geht’s zu heut, auf den Schaukeln von Hollywood
    gibt’s ne Siesta, danach Relaxing im Swimmingpool - gut.
    Steak-Grilling mit ´ner Fiesta, Einbrüche a la Robin Hood.
    Handy, Hifi-Tuner und Television und Mountainbike - wat mut dat mut!

     
  10. So, liebe Gartenfreunde, zum 10.Geburtstag schenkt ein!
    Lasst uns feiern, Freunde und Gäste begrüßen - groß und klein!
    Unser „Rosengarten“, er lebe hoch, entwickle sich solide und fein,
    in 10 Jahren wollen wir wieder gesund und fröhlich beisammen sein!


     

Berlin - Karow, 19. August 1995

J. Semlow, Parzelle 14
 

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